Das Museum, das sich im Turm der Bologneser aus dem Dreizehnten Jahrhundert befindet, zeigt, auf vier Stockwerke verteilt, die Geschichte Nonantolas von der Neuzeit bis zur Vor- und Frühgeschichte in zeitlich umgekehrter Reihenfolge an Hand von archäologischen Fundstücken, von Dokumenten und von Photos.

Die Darstellung des historischen Verlaufs vollzieht sich in drei eng miteinander  verflochtenen Haupthemen, und zwar die für das Gebiet kennzeichnende Transformation der Agrarlandschaft, die Entwicklung der Siedlung und die der Gemeindeverwaltung..

Im Erdgeschoss ist seit dem Erdbeben von 2012 die Ausstellung “Die jüdischen Kinder der Villa Emma in Nonantola. 1942 – 1943” untergebracht. Sie wurde von dem deutschen Historiker Klaus Voigt gestaltet und veranschaulicht eine wichtige Episode, bei der während des Zweiten Weltkriegs die Einwohner von Nonantola an der Rettung von 73 jüdischen Kindern beteiligt waren..

Im ersten Stock wird die  Geschichte Nonantolas von den zwanziger Jahren des letzten.Jahrhunderts bis zur Gegenwart vorgestellt. An Hand von photographischen und anderen dokumentarischern Quellen werden die Hauptabschnitte  dieses Zeitraums  unserer Geschichte nachgezeichnet. Hierbei wird tiefer auf  die Zeit des Antifaschismus und des Widerstands eingegangen, wobei herausragender Platz Don Arrigo Beccari und Giuseppe Moreali zufällt, die in der Geschichre der “Kinder der Villa Emma” eine wichtige Rolle gespielt haben. In einer Vitrine ist eine Medaille der Gerechten unter den Nationen ausgelegt, die beide vom Staat Israel für  ihren Einsatz zugunsten der verfolgten Juden erhalten haben

Im zweiten Stock, der dem 19.  Jahrhundert gewidmet ist, werden die  tiefgreifenden, aufeinanderfolgenden Veränderungen der Agrarlandschaft verdeutlicht. Besonders hervorgehoben wird hier die Entwicklung der Partecipanza Agraria, ein Gemeinschaftsbesitz, der auf eine Stiftung im Mittelalter zurückgeht..

Der dritte Stock umfasst den weiten historischen Zeitraum von 1700 bis 1000. Hier wird die Entwicklung der Siedlung von Nonantola von ihrer Entstehung an um das 752 von dem langobardischen Abt Anselmo gegründete Kloster San Silvestro dargestellt. Ausgestellt sind die Statuten der Gemeinde Nonantola von 1419, welche die  zivil- und strafrechtlichen Angelegenheiten der Ortsgemeinschaft regeln und den Anfang der Gemeinde kennzeichnen..

Im vierten Stock kommt die älteste Periode der Geschichte Nonantolas und seines Territoriums von der Bronze- bis zur Römerzeit in den Blick In den Vitrinen sind verschiedene Funde aus der Umgebung von Nonantola ausgestellt. Zu den wichtigsten  gehören die in der Terramare von Redù ausgegrabenen Gegenstände, unter denen die “Lamina Aurea” hervorsticht, eine runde, aus Gold getriebene Scheibe mit  Pünktchen, die Kreismotive bilden.

Wenn man am Ende des Besuchs zum Aussichtspunkt hinaufsteigt, erhält man eine Gesamtansicht Nonantolas und seines Territoriums in allen Himmelsrichtungen.

 

Eintritt: via del Mcello e via Marconi n°11, giardino Perla Verde

Tel: 059896656-639

Fax: 059896648

E-mail: archivio@comune.nonantola.mo.it

Web: www.comune.nonantola.mo.it  , wwww.visitnonantola.it

Entritt Frei

Nicht zugànglich fùr Menschen mit Behinderungen, im erdgeschoss wurde arrangiert einen virtuellen rundgang durch das Museum

Zeit: Samstag und Sonntag 9:30-12.30 15.30-18:30 und nach vereinbahrung

Lascia un Commento